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Tag 2  Dr. Erika Hronicek

“Naturmedizin für Afrika. Bildung für die Kinder”

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Expertin / Sprecherin

Dr. Erika Hronicek

Kinderärztin in Afrika

Dr. Erika HRONICEK
Ich wurde am 15.10.1949 in Wien geboren, habe dort die Matura mit Auszeichnung abgelegt und nach 11 Semestern das Medizinstudium abgeschlossen. Im Krankenhaus Horn arbeitete ich als Sekundarärztin an der Unfallabteilung, Intensivabteilung, Chirurgischen Abteilung, der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe und der Abteilung für Interne Medizin. Nach Zwettl kam ich, um die Fachausbildung zur Kinderärztin zu absolvieren. Ich blieb 15 Jahre lang im Krankenhaus Zwettl, war in dieser Zeit auch Konziliarärztin für Kinderheilkunde in Gmünd, Allentsteig und Waidhofen an der Thaya und war wöchentlich einmal mit der fahrenden Mutterberatung im Waldviertel unterwegs. Mit Frau Hedy Zsivkovits initiierte und leitete 9 Ambulatorien zur Diagnostik und Therapie von Kindern und Jugendlichen mit besonderen Bedürfnissen in Niederösterreich und Oberösterreich, welche vom „Verein für ganzheitliche Förderung“ betrieben werden. Auch heute bin ich noch die ehrenamtliche Obfrau der Sektion Niederösterreich dieses gemeinnützigen Vereins.


Privat hatte ich inzwischen den Zwettler Molkereiangestellten Bruno Hronicek geheiratet und wir zogen gemeinsam 3 Kinder auf: Gregor (Veterinärmediziner), Nikolai (Kindergartenpädagoge und Mechatroniker) und Sonja (Physiotherapeutin).

Ich verließ das Krankenhaus Zwettl um eine Kinderaztpraxis in Gmünd zu eröffnen. Nach 4 Jahren wurde ich für 4 Jahre Leiterin der Kinderabteilung Zwettl, ging dann aber wieder in die Praxis, diesmal in Zwettl, im eigenen Haus, um mehr Zeit mit meinen Kindern verbringen zu können. Ich hatte eine Lehrpraxis inne, machte nebenbei Gutachten für Pflegegeldanträge, war gerichtlich beeidete Sachverständige. 2005 schloss ich meine gut besuchte Kassenpraxis und arbeitete nur mehr als Gutachterin und in den Ambulatorien für Kinder mit besonderen Bedürfnissen in Niederösterreich und Oberösterreich, weil ich mehr Zeit für meinen nächsten Lebensabschnitt als Entwicklunghelferin brauchte. Ich absolvierte einen tropenmedizinischen Kurs an der Universität Heidelberg und eine Ausbildung in „Natürliche Medizin in den Tropen“ und begann Französisch zu lernen.


Mein erster Einsatz als helfende Kinderärztin in Afrika führte mich nach Ghana, wohin ich von Pfarrer Josef Pichler eingeladen worden war, um ehrenamtlich die Menschen der Kleinstadt Ntronang und der umliegenden Dörfer medizinisch zu versorgen. Dort arbeitete ich 2mal je 5 Monate. Danach wurde ich von AKTION REGEN gebeten, das Gesundheitszentrum Rurenge in Ruanda zu betreuen. 2009 ging ich in Pension und verselbständigte mein „Projekt Ruanda“: Ehrenamtliche Helfer und ich sammeln jetzt Spendengeld über das steuerlich begünstigte Spendenkonto „Projekt Ruanda“ des „Vereins für ganzheitliche Förderung“, um es dann nach eigener Entscheidung für die gerade dringlichsten Hilfsmaßnahmen vor Ort wieder auszugeben: z.B. Wasserversorgung für das Gesundheitszentrum Rwempasha, Bildung, Unterstützung des „Centre Marembo“, ein Heim für Waisen, Straßenkinder, ledige Teenagermütter mit ihren Babys; und zuletzt für den Neubau des Kinderkrankenhauses: „Imirasire Clinic and Laboratory“ in Kigali. 2 Containertransporte wurden von mir organisiert, um das Gesundheitszentrum Rurenge und dieses Kinderkrankenhaus einzurichten. Ich bin insgesamt 29 mal für jeweils 1-2 Monate helfend in Ruanda tätig gewesen und habe für 5 schwer kranke Kinder aus Ruanda Operationen in Österreich organisiert. 2 Kinder dürfen als Pflegekinder wegen fortlaufend notwendiger medizinischer Interventionen in Österreich bleiben – eines davon, Josiane Iradukunda, in meinem Haus in Zwettl. Offizielle Pflegeeltern sind mein Sohn Nikolai und seine Frau Jana. Die Gemeinde Zwettl unterstützt das Kind durch eine Stützkraft, sodass sie trotz 3 fehlender Extremitäten – mit Prothesen versorgt- voll in die Volksschule integriert werden konnte. Im Zeugnis der 2. Kasse wurde sie in allen Gegenständen mit der Note Eins beurteilt. Sie singt im Chor der „Minivocis“ und lernt in der Musikschule mit sehr gutem Erfolg Trompete zu spielen.


Von meiner letzten Reise nach Ruanda habe das 12jährige, schwer gehbehinderte Mädchen, Claudine Uwingeneyie, mitgebracht und es wurde im Krankenhaus Zwettl von Prof. Manfred Weissinger als vollkommen caritative Leistung operiert., wofür ich sehr dankbar bin. Nur mit der Hilfe vieler Sponsoren und zahlreicher freiwilliger ehrenamtlicher Helfer war es mir möglich, viel Positives für arme, benachteiligte Kinder in Ruanda zu erreichen.

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